2009

Der Koffer ist immer gepackt – Warten auf eine Spenderniere

Seit mehr als 6 Jahren wartet Hans Wimmer aus Tittenkofen auf eine Spenderniere … bis jetzt vergeblich. Der Grund: Zu wenig Menschen tragen einen Organspendeausweis bei sich.

Das Telefon klingelt. Hans Wimmer zuckt kurz zusammen. Ist es der Anruf auf den er seit sechs Jahren wartet? Ist es der Anruf, der für Ihn den Beginn eines neuen Lebens bedeutet? Ist es der Anruf, in dem er erfährt, dass soeben eine passende Spenderniere eines Toten auf ihn wartet, um in seinem Körper die Arbeit seiner kaputten Nieren zu übernehmen? Leider nicht.

Rückblick: Bei einer Untersuchung im Jahr 1990 wird bei Wimmer Bluthochdruck festgestellt. Für einen 24-Jährigen Burschen doch eher außergewöhnlich. Sein Hausarzt lässt daraufhin sein Blut untersuchen. Bald ist klar: Wimmers Nieren funktionieren nicht mehr richtig. Sein damaliger Hausarzt zu Wimmer: „Das geht nicht mehr lange gut“. Sein gesundheitlicher Zustand nimmt kontinuierlich ab. Bis 2002 kann er noch den elterlichen Hof bewirtschaftet, dann wird ihm das aber zu viel: Er kann die Landwirtschaft nicht weiter betreiben und muss den Hof verpachten. Ein Jahr später versagen seine Nieren dann endgültig. Wimmer muss mit gerade mal 37 Jahren an die Dialyse. Seitdem muss er mehrmals die Woche für mehrere Stunden ins Freisinger Krankenhaus. Schläuche transportieren dort sein Blut in das Dialysegerät, das den Lebenssaft filtert und wieder in seinen Körper zurückpumpt. Ohne diese Maschine wäre er schon längst von seinem eigenen Körper vergiftet worden. Weiterlesen