Von Mensch zu Mensch – Jasmins neue Niere

Lebend-Nierenspende auch bei Gewebe-Unverträglichkeit

SWR2-Audiobeitrag vom 13.10.2012

Nierenlebendspende – ist sie wirklich so harmlos? Eine Dokumentation von Silvia Matthies

Mehr Infos zur Autorin unter:

http://www.silvia-matthies.de/

 

Organspende – das geschenkte Leben: Quarks & Co (WDR) vom 18.1.2011

Risiko Lebendspende – Report Mainz (SWR) vom 4.7.2011

Organspender vergeblich gesucht!

Jedes Jahr sterben in Deutschland über 1000 Patienten auf der Warteliste für eine Organspende. Jeden Tag sind es drei Tote, die noch leben könnten, wenn genug Menschen Organe spenden würden. Doch in Deutschland gibt es viel zu wenig Spender. Im Gegensatz zu Spanien spenden wir nur halb so viel. Gab es 2009 in Spanien 34 Spender pro Million Einwohner, waren es in Deutschland nur 14,9. Unter den deutschen Bundesländern war Hessen zuletzt trauriges Schlusslicht in der Statistik. 2008 und 2009 gab es nirgends sonst so wenige Organspenden wie bei uns. Obwohl auch die hessischen Kliniken laut Gesetz verpflichtet sind, alle potenziellen Organspender zu melden, stagnieren die Spenden hier auf niedrigem Niveau. Verzweifelte Patienten auf der Warteliste fordern genauso wie engagierte Mediziner, dass die Politik endlich klare Strukturen schafft und hilft, die grundsätzliche Bereitschaft vieler Bürger auch wirklich in Organspenden umzusetzen. Quelle: HR


Der Koffer ist immer gepackt – Warten auf eine Spenderniere

Seit mehr als 6 Jahren wartet Hans Wimmer aus Tittenkofen auf eine Spenderniere … bis jetzt vergeblich. Der Grund: Zu wenig Menschen tragen einen Organspendeausweis bei sich.

Das Telefon klingelt. Hans Wimmer zuckt kurz zusammen. Ist es der Anruf auf den er seit sechs Jahren wartet? Ist es der Anruf, der für Ihn den Beginn eines neuen Lebens bedeutet? Ist es der Anruf, in dem er erfährt, dass soeben eine passende Spenderniere eines Toten auf ihn wartet, um in seinem Körper die Arbeit seiner kaputten Nieren zu übernehmen? Leider nicht.

Rückblick: Bei einer Untersuchung im Jahr 1990 wird bei Wimmer Bluthochdruck festgestellt. Für einen 24-Jährigen Burschen doch eher außergewöhnlich. Sein Hausarzt lässt daraufhin sein Blut untersuchen. Bald ist klar: Wimmers Nieren funktionieren nicht mehr richtig. Sein damaliger Hausarzt zu Wimmer: „Das geht nicht mehr lange gut“. Sein gesundheitlicher Zustand nimmt kontinuierlich ab. Bis 2002 kann er noch den elterlichen Hof bewirtschaftet, dann wird ihm das aber zu viel: Er kann die Landwirtschaft nicht weiter betreiben und muss den Hof verpachten. Ein Jahr später versagen seine Nieren dann endgültig. Wimmer muss mit gerade mal 37 Jahren an die Dialyse. Seitdem muss er mehrmals die Woche für mehrere Stunden ins Freisinger Krankenhaus. Schläuche transportieren dort sein Blut in das Dialysegerät, das den Lebenssaft filtert und wieder in seinen Körper zurückpumpt. Ohne diese Maschine wäre er schon längst von seinem eigenen Körper vergiftet worden. Weiterlesen

10 Kilometer, 3 Nieren, 1 Erdinger

Ein Jahr nach seiner Nierentransplantation startet Franz-Xaver Bauer (39) beim Erdinger Stadtlauf am 21. September und wirbt damit für die Aktion „Organspende schenkt Leben“

Erding – „Als ich vor vier Wochen das erste mal am Stück 75 Minuten gejoggt bin, konnte ich das selbst kaum glauben“, beschreibt der Erdinger Franz-Xaver Bauer (39) mit einem glücklichen und zufriedenen Lächeln im Gesicht seine Freude darüber, dass er jetzt wieder so Sport machen kann, wie seit fast fünf Jahren nicht mehr.
Rückblick: Vor 19 Jahren wurde bei Franz ein chronisches Nierenversagen diagnostiziert. Die Ärzte gaben seinen beiden Nieren nur noch ein paar Jahre. Kontinuierlich nahm die Blutfilterleistung seiner beiden Nieren ab. Seit diesem Moment war für Franz klar: Irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, an dem er an die Dialyse muss oder ihm eine fremde, dritte Niere eingepflanzt werden muss. 18 Jahre dauerte es, bis die Ärzte zu ihm Mitte 2006 sagten: „Herr Bauer, es geht nicht mehr. Mit Medikamenten bekommen wir das nicht mehr in den Griff.“ Zu diesem Zeitpunkt merkte er bereits, wie seine beiden Nieren seinen Körper nicht mehr richtig entgiften konnten. Er fühlte sich schlapp, kaputt und fertig. Weiterlesen

Audio: DRS2 „Kontext“ zum Thema Lebendspende

Sendung des Schweizer Radiosenders DRS 2 vom 4.7.2007

Immer mehr Menschen spenden einem kranken Angehörigen eine Niere oder ein Stück ihrer Leber. Letztes Jahr lag die Zahl der lebenden Organspender in der Schweiz zum ersten Mal deutlich über jener der toten. Betroffene erzählen, welch schwierige Fragen die Lebendspende aufwirft, und Fachleute erklären, welche Ursachen hinter dem Trend stecken.